Inkasso-Glossar: Rentenpfändung

Rentenpfändung

Eine Rente kann wegen jeder Geldforderung in dem Umfang gepfändet werden, in dem Arbeitseinkommen pfändbar ist. Die Pfändung muss jedoch der Billigkeit entsprechen, und der Rentner darf hierdurch nicht sozialhilfebedürftig werden; dies gilt nicht bei Pfändung wegen gesetzlicher Unterhaltsansprüche.

Die Pfändung der Rente ist erst ab dann möglich, sobald der Schuldner in das Rentenalter eintritt und die Rente ausbezahlt bekommt, wenn die Rente über dem Freibetrag und der Pfändungsfreigrenze liegt.
 
Die Pfändungsfreigrenze für einen alleinstehenden Rentner (und Arbeitnehmer) liegt nach der am 01.07.2019 erfolgten Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen bei 1.179,99 Euro netto und für Verheiratete bei 1.629,99 Euro netto - nur was über diesem Betrag hinaus zur Verfügung steht kann auch gepfändet werden.
 
An einem Beispiel heißt das: Die Pfändung der Rente bei einem alleinstehenden Rentner, der weniger als 1.179,99 Euro netto an Rente bekommt ist nicht möglich. Würde dieser eine Rente von 1325,00 Euro netto erhalten, so können ihm nach der Pfändungstabelle maximal 98,99 Euro davon gepfändet werden, er würde also noch 1226,01 Euro netto behalten dürfen.

Die Pfändung erfolgt in Form der Forderungspfändung.

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