3 739 Insolvenzen im Januar 2008

Im Januar 2008 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) insgesamt 13 739 Insolvenzen gezählt, darunter 2 454 Insolvenzen von Unternehmen. Dies bedeutet einen Anstieg der Gesamtinsolvenzen um 0,9% und der Unternehmensinsolvenzen um 11,3% gegenüber Januar 2007.

Die Zunahme der Unternehmensinsolvenzen ist vor allem auf Nachmeldungen nordrhein-westfälischer Gerichte zurückzuführen. Daher kann aus den Ergebnissen für Januar 2008 keine allgemeine Aussage über eine Trendwende bei der Insolvenzentwicklung getroffen werden, zumal in den meisten übrigen Bundesländern im Januar 2008 weitere Rückgänge der Unternehmensinsolvenzzahlen zu verzeichnen waren. Von den Insolvenzen der übrigen Schuldner (11 285 Fälle; – 1,1%) entfielen bundesweit 8 816 Insolvenzen auf Verbraucher (+ 0,5%).

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger wurden von den Gerichten für Januar 2008 mit 2,5 Milliarden Euro angegeben; im Januar 2007 waren es noch 3,3 Milliarden Euro gewesen.

Im Dezember 2007 wurden 2 408 Insolvenzen von Unternehmen (– 13,5%) und 7 900 Insolvenzen von Verbrauchern gemeldet (– 11,3%). Insgesamt registrierten die Gerichte 12 486 Insolvenzen, das waren 12,3% weniger als im Dezember des Vorjahres.

Destatis weist darauf hin, dass die Angaben für das Jahr 2006 zwischenzeitlich korrigiert wurden. Den hier dargestellten Veränderungsraten liegen die korrigierten Werte zugrunde. 

INSOLVENZEN IN DEUTSCHLAND

Gegenstand der Nachweisung Januar
 2008
Veränderung
gegenüber
 Januar 2007 in % 
Insgesamt 13 739 + 0,9
Unternehmen 2 454 + 11,3
Übrige Schuldner 11 285 - 1,1
davon
– Verbraucher 8 816 + 0,5
– natürliche Personen als Gesellschafter 150 - 8,7
– ehemals selbstständig Tätige 2 091 - 8,7
– Nachlässe 228 + 32.6
Quelle: Statistisches Bundesamt, Wiesbaden
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